Atum feiert 5 jähriges Jubiläum

Atum. Energieeffizienz im grünen Bereich. Inwieweit ist es uns gelungen, in diesen Bereich vorzustoßen? Nach 5 Jahren unserer Tätigkeit möchte ich kurz eine Bilanz ziehen und einen kurzen Ausblick auf die nächsten fünf Jahre werfen.

Die Gründung begann aus einer Leidenschaft, verbunden mit einem Wunsch: Den wunderbaren Baubestand in Berlin aus der Zeit des Kaiserreiches mit seiner hohen, handwerklichen Kunstfertigkeit mit der neuen Bau-Kultur der Ressourceneinsparung zu verbinden. Backsteinfassaden, Holzbalkendecken, Doppelkastenfenster. Holz- und Ölofen in Einklang zu bringen mit dem Neuen von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien (EEEE).

Atum galt in der ägyptische Mythologie als Gott der Neuschöpfung. Um das Neue auch in unserer Baukultur zu verankern sollte Atum seinen Kunden über Beratung dabei helfen, sich den Chancen einer ressourcenbewussten Nutzung von Gebäuden zu öffnen. Durch sinnvolle energetische Planung und Sanierung sollte es in die Welt getragen werden. Das war das Ziel.

Zu starten mit nicht viel mehr als einer Leidenschaft und einem Glauben. Das war ein schwerer Beginn. Doch dieser Glaube versetzte, wenn schon nicht Berge, dann doch ganze Häuser. Und so wurde aus Atum - Stein auf Stein - ein Unternehmen, das Kunden zu überzeugen wusste. Zu überzeugen, dass sich die Energieeinsparung bei weitem nicht nur ideell lohnt, sondern der Benefit sich auch durch bare Geldeinsparung, einer verbesserten Wettbewersfähigkeit auf dem Immobilienmarkt und einer erhöhten Behaglichkeit innerhalb des Gebäudes äußert.

So wurden in den ersten fünf Atum Jahren Gebäude energetisch saniert, die alle Vorteile einer Energetischen Erneuerung für den Kunden vereinten. In diesen ersten Jahren verbrachten wir damit, diese grünen Häuser zu planen und bauleitend auch selber zu sanieren. Meist waren es Mehrfamilienhäuser, die an unsere Kriterien einer Sanierung herangeführt wurden. Nicht selten wurde dabei der Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung im Jahr für ein MFH von 40.000 Litern auf die Hälfte reduziert. Machmal bauten wir eine neue Zentralheizung ein. Manchmal dämmten wir das Gebäude, oder machten es im Zusammenhang mit einem Fenstertausch einfach nur etwas luftdichter. Aber auch Niedrigstenergie-Gebäude waren dabei. Diese kamen nach Sanierung ganz ohne die Verbrennung fossiler Energie aus. Der rauchende Schornstein verschwand vollständig.

Neben diesen Sanierungsaktivitäten erstellte Atum Gutachten zur Wirtschaftlichkeit und anderen Potentialanalysen für die Sanierung. Wir erstellten Energie-Versorgungsstrategien für grüne Nahwärmenetze ganzer Straßenzüge. Die Kunden kamen sowohl als Eigentümer und WEGs zu uns, als auch als Hausverwaltungen aus der Wohnungswirtschaft. Der grüne Bereich stellte sich für uns immer nur dann ein, wenn die Wünsche und Vorstellungen unserer Kunden erfüllt wurden. Aus heutiger Sicht verfehlten wir dieses Ziel kein einziges Mal.

In der Zukunft wird sich Atum verstärkt als Bauberater und Kooperationspartner für Haus-Eigentümer, Handwerksbetriebe und Architekturbüros positionieren. Dazu wollen wir neben unserem bekannten Portfolio für die Eigentümer die Handwerks- und Ingenieurbetriebe als Energetische Planung-Baubegleiter verstärkt unterstützen. Dazu werden wir neben BlowerDoor, Thermografie und Energieausweisen nun auch verstärkt Wärmebrückenberechnungen, Gutachten zum Feuchtehaushalt von Bauteilen (sog. Hygrothermische Berechnungen) anbieten.

Für die Wohnungswirtschaft werden wir unser KnowHow zum Energierecht (Contracting, Modernisierungsankündigung nach BGB, etc.) erweitern. In Ergänzung dazu wird ein Technisch/Wirtschaftlich/Rechtliches Anlagenmanagement hinzukommen. Hier werden wir (gemeinsam mit unserem neuen Partner, der Fa. Gutmaier) neben der Modernisierung von Wärmeerzeugungsanlagen auch die Wartung der Anlagen übernehmen. Im Ergebnis wollen wir ein starker Partner für unsere Kunden sein, der sich vollständig um die Wärmeerzeugung in den Gebäuden kümmert.

Neben diesen kleinteiligen Dienstleistungen soll in den nächsten 5 Jahren eine Projektentwicklung in der Dimension einer Mehrfamilienhaus-Sanierung in Berlin verwirklicht werden. Da wir in 2015 sehr erfolgreich zwei Dachgeschosse am Prenzlauer Berg entwickelt, gebaut, vermarktet und verkauft haben, soll hier auch ein weiterer Schritt nach vorne erfolgen. Dabei werden einzelne Wohnungen im Gebäude vermarktet.

Derzeit befinden wir uns im Prozess des Umbaus unserer Website. Hier sollen neben notwendigen Aktualisierungen des Energie-Ordnungsrechts und Förderbedingungen vor allem die neuen Dienstleistungen von oben sichtbar gemacht werden.

Bei aller Freude über die letzten 5 sehr erfolgreichen Jahre bei Atum und bei allem Optimismus für weitere 5 macht mich unsere gesellschaftliche Zukunft doch sehr nachdenklich. Der Fortschritt bei der nationalen Energiewende bzw. bei der Erreichung globaler Klimaziele hinkt weit hinter der Notwendigkeit zurück. Hier müssten wir - gemeint ist hier jeder einzelne Mensch für sich - viel weiter sein bei der CO2-Einsparung. Ein radikales Umdenken ist notwendig, um nicht in eine völlig unkalkulierbare, gefährliche Zukunft auf diesem Planeten wegen dramatischer Klimaveränderungen zu blicken.

Ich möchte allen Kunden, Partnern und Botschaftern von Atum für Ihre Unterstützung danken. Ganz besonderer Dank gilt meiner Frau Catherine. Ohne Sie würde es Atum in dieser Form heute wohl nicht geben.

Ihr

Benjamin Holtz

 

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Kommentar von Wolfi |

;) guter text. bis nächste woche..